" Förderverein Reformator Fürst Georg III. e.V. "

"Fürst Georg ist frömmer denn ich, wo der nicht in den Himmel kommt, werd ich wohl heraus bleiben " M. Luther

Der Reformator in Warmsdorf

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Auszug Denkmalregister
Stellungnahme Denkmalamt
Stellungnahme Landeskirche Anhalts
Stellungnahme Verein für Anhaltische Landeskunde
Stellungnahme Prof.Dr.-Ing. Kreuziger
 

 

 

 

Registerauszug des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Richard-Wagner-Str. 9 06114 Halle/Sa

 

Erfassungsnummer

Gemeinde/ort

Gemeindeteil/Ortsteil

Ausweisungsart

Ausweisungsmerkmal

Denkmalbegründung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfassungsnummer:

 

26.09.2007 Harals Kleinschmidt

094 90166 000 000 000 000

Amesdorf

Warmsdorf

Baudenkmal

geschichtlich, wissenschaftlich, städtebaulich

am Nordrand der Wipperaue an einem Flußübergang gelegene Niederungsburg mit Wassergräben und Wällen; vielleicht schon 937, definitiv aber 1269 belegbar; öfters wechselnde Besitzer, z.B. Kloster Ilsenburg, 1500 gebildetes Amt kam 1546 an Fürst Georg III. (dieser ließ 1552 an Stelle der Burg das Schloß erbauen). 1603 fiel das Amt im Teilungsvertrag an Anhalt Köthen und Fürst August Ludwig (dieser residierte hier bis zu seinem Regierungsantritt 1728), 1847 kam das Amt an die Dessauer Linie.

Rundburg, ursprünglich bestehend aus Kern- und Vorburg (der Bergfried aus dem 12,/13. Jahrhundert 1968 abgetragen), in der Vorburg standen die Wirtschaftsgebäude, der älteste Zugang lag in der Nordostecke durch die Vorburg zur Kernburg; heute erhalten: die Umfassungsmauern des im Kern gotischen Wohnhauses und späteren Aufstockungen, dieser dreistöckige Bruchsteinbau mit Tonnengewölbaen Erdgeschoss, die Fenster teilweise von 1450 und die dreifachen Vorhangbogenfenster von um 1520; südlich von Wohnbau langgestreckter Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach, am nördlichen Zugang zur Kernburg ein kleiner eingeschossiger Bau (vielleicht das Pförtnerhaus) mit Fachwerkgiebel und Krüppelwalmdach, ihm gegenüber ein zweigeschossiger Wirtschaftsbau aus Bruchstein und die Toranlage aus Bruchstein und Ziegelmauerwerk, in ihren Formen als Bauten des 19. Jahrhunderts zu erkennen; mitten auf dem Gelände ein Herrenhaus im klassizistischen Stil: ein zweigeschossiger Ziegelputzbau mit Krüppelwalmdach, die Putzhaut als Streifen ausgebildet mit aufgesetzten Gesimsbändern und Fenstereinfassungen, auf der Nordseite der Eingangsbereich durch eine interessante hölzerne Balkenkonstruktion betont, frühes 19. Jahrhundert; die westliche Grenze der Burg wird durch größere Wirtschaftsgebäude und Teichanlagen gebildet; diese Teiche zur Burg ebenso gehörend wie die Reste der Wall und Grünanlagen;

im Schloßgarten an Stelle der alten Warmsdorfer Kirche die sogenannte Georgskapelle errichtet, auf den vermutlich romanischen Fundamenten erbauter kleiner Bau aus Quadermauerwerk vom E. des 19. Jh.,halbrunder apsidialer Bauteil und davorgesetzte Arkadenhalle, diese über Freitreppe zu erreichen; hier ursprünglich das Studierzimmer des Fürsten Georg, wegen starker

094 10080 000 000 000 000

 

Die Benutzungsordnung des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt ist zu beachten.